[Werbung / unbezahlte Markennennung]
Seit einem Monat bleibe ich Euch den Bericht über meinen Mädelsflohmarkt-Besuch schon schuldig, vielleicht weil er mich zu sehr deprimieren könnte? Aber von vorne: In den vergangenen Jahren hat sich mein Stil etwas verändert und ich bin hinsichtlich der Qualität von Kleidungsstücken deutlich anspruchsvoller geworden. Als Folge davon hatte ich schon seit letztem Jahr geplant, mein Ankleidezimmer mal radikal auszumisten, auch weil das offene Schranksystem schnell unordentlich aussieht, wenn es zu vollgestopft ist. Jetzt hatte ich zwar nie große Probleme damit, mich von Dingen zu trennen, aber es blieb die schwierige Frage, wohin dann mit dem aussortiertem Zeug? Früher habe ich gerne die bekannten Online-Secondhand-Websites benutzt, aber mittlerweile lohnt sich das kaum mehr. Außerdem wusste ich, ich würde nicht so konsequent ausmisten, wie ich geplant hatte, wenn jedes einzelne Teil einen Rattenschwanz an Fotografieren, Beschreibungen tippen, Verhandeln und Päckchen wegbringen nach sich ziehen würde... da hätte ich im Zweifelsfall doch Einiges mehr behalten. So kam ich schließlich auf die Idee mit dem Mädelsflohmarkt: Anstatt wochen- oder monatelang warten, dass einzelne Teile nach und nach das Haus verlassen, wollte ich einen Tag investieren, einmal streng ausmisten, auf einen Schlag alles aus dem Haus schaffen und im besten Fall nichts mehr mit zurücknehmen.
Zwar hatte ich bis dahin noch nicht auf einem Flohmarkt verkauft, habe mich aber darauf gefreut, das mal auszuprobieren. Also habe ich eine Freundin mit ins Boot geholt (sowas macht zu zweit doch einfach mehr Spaß) und mich nach einem passenden Event umgesehen. Schließlich haben wir einen vielversprechenden Mädelsflohmarkt entdeckt mit geringen Standgebühren, guter Organisation und vor allem: hoch frequentiert. Naja, zumindest bei unserem Testbesuch. Am großen Tag sah das dann leider ganz anders aus.
Da saßen wir also endlich, komplett aufgebaut, vorbereitet und erwartungsvoll - und dann kam keiner. Und mit "keiner" meine ich: den ganzen Tag vielleicht 5-10 potenzielle Käufer. Laut dem Organisator und den erfahreneren Verkäuferinnen war das mit Abstand der schlechtbesuchteste Flohmarkt aller Zeiten. Vielleicht war´s die Hitze oder das parallel stattfindende Saarspektakel
oder vermutlich beides, jedenfalls hat sich kaum eine Menschenseele
blicken lassen. Die einzigen, die an unserem Stand vorbeikamen, waren andere Verkäufer. An denen habe ich dann tatsächlich noch relativ gut verdient, Frustshoppen halt... aber irgendwann haben alle aufgegeben und angefangen zusammenzupacken, da war´s dann damit auch vorbei.
Trotzdem bin ich nicht allzu unglücklich über den Ausgang des Tages, denn immerhin wurde mein Ankleidezimmer mal ausgemistet und sieht jetzt deutlich übersichtlicher aus (mit dem Plastikstöpseln bin ich allerdings immer noch nicht fertiggeworden, wie das scharfe Auge erkannt hat). Alles Übriggebliebene ist ordentlich in Kisten im Keller verpackt fürs nächste Mal - ja, wir sind so irre mutig und wollen demnächst noch einen Versuch starten, aber erst, wenn es deutlich kühler geworden ist. Was dann nicht rausgeht, wird halt gespendet. Und eine Lehre war mir das Ganze definitiv, auch zu sehen, wieviel sich da ansammelt und wie wenig das letztendlich noch wert ist.
Dennoch kann ich zu meiner Verteidigung anführen, dass ich die Teile, die aus den letzten zwei Jahren stammen, noch leicht an einer Hand abzählen konnte - ich habe mich also schon sehr verbessert und werde in Zukunft noch mehr darauf achten, dass nur noch Kleider mit Potenzial zum Lieblingsteil in meinen Kleiderschrank einziehen dürfen. Dafür habe ich auch angefangen, mir Kleiderwünsche aufzuschreiben. Diese Wunschliste ist nicht gerade kurz und es kommen auch immer mal wieder neue Punkte dazu. Schließlich reden wir hier immer noch von mir und bescheiden werde ich fashiontechnisch in diesem Leben wohl nicht mehr... aber alle aufgeschriebenen Punkte sind sinnvolle Teile, die ich so noch nicht in meinem Schrank habe und von denen ich weiß, dass ich sie definitiv oft und gern tragen würde. Dazu möchte ich nach und nach perfekt passende und qualitativ hochwertige Versionen finden, in die ich dann auch etwas mehr investieren darf. Und wenn ich etwas kaufen möchte, das nicht auf der Liste steht, wird das gründlich hinterfragt. In den letzten Wochen hat das so jedenfalls schon sehr gut funktioniert ^_^
Habt Ihr schon einmal auf einem Flohmarkt verkauft? Wie werdet Ihr aussortierte Teile los? Und wie haltet Ihr Euch von Fehlkäufen ab?
Dennoch kann ich zu meiner Verteidigung anführen, dass ich die Teile, die aus den letzten zwei Jahren stammen, noch leicht an einer Hand abzählen konnte - ich habe mich also schon sehr verbessert und werde in Zukunft noch mehr darauf achten, dass nur noch Kleider mit Potenzial zum Lieblingsteil in meinen Kleiderschrank einziehen dürfen. Dafür habe ich auch angefangen, mir Kleiderwünsche aufzuschreiben. Diese Wunschliste ist nicht gerade kurz und es kommen auch immer mal wieder neue Punkte dazu. Schließlich reden wir hier immer noch von mir und bescheiden werde ich fashiontechnisch in diesem Leben wohl nicht mehr... aber alle aufgeschriebenen Punkte sind sinnvolle Teile, die ich so noch nicht in meinem Schrank habe und von denen ich weiß, dass ich sie definitiv oft und gern tragen würde. Dazu möchte ich nach und nach perfekt passende und qualitativ hochwertige Versionen finden, in die ich dann auch etwas mehr investieren darf. Und wenn ich etwas kaufen möchte, das nicht auf der Liste steht, wird das gründlich hinterfragt. In den letzten Wochen hat das so jedenfalls schon sehr gut funktioniert ^_^
Habt Ihr schon einmal auf einem Flohmarkt verkauft? Wie werdet Ihr aussortierte Teile los? Und wie haltet Ihr Euch von Fehlkäufen ab?

















































