Donnerstag, 13. September 2018

[Interior] Mini-Ankleidezimmer-Update

[Werbung / unbezahlte Markennennung]

Seit einem Monat bleibe ich Euch den Bericht über meinen Mädelsflohmarkt-Besuch schon schuldig, vielleicht weil er mich zu sehr deprimieren könnte? Aber von vorne: In den vergangenen Jahren hat sich mein Stil etwas verändert und ich bin hinsichtlich der Qualität von Kleidungsstücken deutlich anspruchsvoller geworden. Als Folge davon hatte ich schon seit letztem Jahr geplant, mein Ankleidezimmer mal radikal auszumisten, auch weil das offene Schranksystem schnell unordentlich aussieht, wenn es zu vollgestopft ist. Jetzt hatte ich zwar nie große Probleme damit, mich von Dingen zu trennen, aber es blieb die schwierige Frage, wohin dann mit dem aussortiertem Zeug? Früher habe ich gerne die bekannten Online-Secondhand-Websites benutzt, aber mittlerweile lohnt sich das kaum mehr. Außerdem wusste ich, ich würde nicht so konsequent ausmisten, wie ich geplant hatte, wenn jedes einzelne Teil einen Rattenschwanz an Fotografieren, Beschreibungen tippen, Verhandeln und Päckchen wegbringen nach sich ziehen würde... da hätte ich im Zweifelsfall doch Einiges mehr behalten. So kam ich schließlich auf die Idee mit dem Mädelsflohmarkt: Anstatt wochen- oder monatelang warten, dass einzelne Teile nach und nach das Haus verlassen, wollte ich einen Tag investieren, einmal streng ausmisten, auf einen Schlag alles aus dem Haus schaffen und im besten Fall nichts mehr mit zurücknehmen.

Zwar hatte ich bis dahin noch nicht auf einem Flohmarkt verkauft, habe mich aber darauf gefreut, das mal auszuprobieren. Also habe ich eine Freundin mit ins Boot geholt (sowas macht zu zweit doch einfach mehr Spaß) und mich nach einem passenden Event umgesehen. Schließlich haben wir einen vielversprechenden Mädelsflohmarkt entdeckt mit geringen Standgebühren, guter Organisation und vor allem: hoch frequentiert. Naja, zumindest bei unserem Testbesuch. Am großen Tag sah das dann leider ganz anders aus.

Da saßen wir also endlich, komplett aufgebaut, vorbereitet und erwartungsvoll - und dann kam keiner. Und mit "keiner" meine ich: den ganzen Tag vielleicht 5-10 potenzielle Käufer. Laut dem Organisator und den erfahreneren Verkäuferinnen war das mit Abstand der schlechtbesuchteste Flohmarkt aller Zeiten. Vielleicht war´s die Hitze oder das parallel stattfindende Saarspektakel oder vermutlich beides, jedenfalls hat sich kaum eine Menschenseele blicken lassen. Die einzigen, die an unserem Stand vorbeikamen, waren andere Verkäufer. An denen habe ich dann tatsächlich noch relativ gut verdient, Frustshoppen halt... aber irgendwann haben alle aufgegeben und angefangen zusammenzupacken, da war´s dann damit auch vorbei.


Trotzdem bin ich nicht allzu unglücklich über den Ausgang des Tages, denn immerhin wurde mein Ankleidezimmer mal ausgemistet und sieht jetzt deutlich übersichtlicher aus (mit dem Plastikstöpseln bin ich allerdings immer noch nicht fertiggeworden, wie das scharfe Auge erkannt hat). Alles Übriggebliebene ist ordentlich in Kisten im Keller verpackt fürs nächste Mal - ja, wir sind so irre mutig und wollen demnächst noch einen Versuch starten, aber erst, wenn es deutlich kühler geworden ist. Was dann nicht rausgeht, wird halt gespendet. Und eine Lehre war mir das Ganze definitiv, auch zu sehen, wieviel sich da ansammelt und wie wenig das letztendlich noch wert ist.

Dennoch kann ich zu meiner Verteidigung anführen, dass ich die Teile, die aus den letzten zwei Jahren stammen, noch leicht an einer Hand abzählen konnte - ich habe mich also schon sehr verbessert und werde in Zukunft noch mehr darauf achten, dass nur noch Kleider mit Potenzial zum Lieblingsteil in meinen Kleiderschrank einziehen  dürfen. Dafür habe ich auch angefangen, mir Kleiderwünsche aufzuschreiben. Diese Wunschliste ist nicht gerade kurz und es kommen auch immer mal wieder neue Punkte dazu. Schließlich reden wir hier immer noch von mir und bescheiden werde ich fashiontechnisch in diesem Leben wohl nicht mehr... aber alle aufgeschriebenen Punkte sind sinnvolle Teile, die ich so noch nicht in meinem Schrank habe und von denen ich weiß, dass ich sie definitiv oft und gern tragen würde. Dazu möchte ich nach und nach perfekt passende und qualitativ hochwertige Versionen finden, in die ich dann auch etwas mehr investieren darf. Und wenn ich etwas kaufen möchte, das nicht auf der Liste steht, wird das gründlich hinterfragt. In den letzten Wochen hat das so jedenfalls schon sehr gut funktioniert ^_^

Habt Ihr schon einmal auf einem Flohmarkt verkauft? Wie werdet Ihr aussortierte Teile los? Und wie haltet Ihr Euch von Fehlkäufen ab?


Kommentare:

  1. Great post dear, so nice and interesting, love it!

    https://elenabienvenido.blogspot.com/

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  2. Ach wenns heiss ist geht niemand hin. Das kenne ich. War in diesem Jahr für viele Veranstaltungen ein Problem. Einige wurden sogar abgesagt deswegen.
    Ich verkaufe bei Ebay, das klappt ganz gut. In meiner Größe ist die Konkurenz nicht so groß. Ich mache immer Festpreise und nehme Preisvorschläge an, das hat sich bewährt.
    Liebe Grüße Tina

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  3. Ich überlege immer ganz genau ob ich mir das Teil kaufen mag oder nicht. Mir ist sogar schon oft passiert, dass ich dran vorbei gegangen bin und es mir dann doch kaufen wollte. Als ich dann wieder in den Laden kam gab es das Teil nicht mehr. Ich spende meine Kleider immer, die ich nicht mehr trage. Habe keine Lust mir den Aufwand auf Ebay und co zugeben. Da man da meist nicht viel für bekommt.
    Liebe Grüße Michelle von mishy-hoffmann

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  4. Liebe Héloise,
    schön, dass du es geschafft hast auszumisten. :-) Das nehme ich mir auch schon länger mal wieder vor, ich hoffe, dass ich an einem der nächsten Wochenenden mal dazu komme.
    Das Problem wohin mit den aussortierten Sachen kenne ich. Früher habe ich meine Sachen oft auf ebay verkauft, aber das lohnt kaum noch. Und dann der ganze Aufwand wie du schon sagst, mit Fotografieren, einstellen, Pakete packen usw.... Muss nicht sein!
    Was ich mittlerweile gerne mache sind sog. "Klamotten-tausch-partys". D.h. jeder bringt seine aussortierten Klamotten mit, dann wird eine "Boutique" aufgebaut, also wie bei einem Stand, nur dass man eben untereinander tauscht. Das gibt es entweder als Event, kann man aber auch privat veranstalten - also Freundinnen fragen, die dann noch Freundinnen mitbringen usw. Muss natürlich nur bei jemandem stattfinden, der genug Platz hat. Vielleicht wäre das was für dich? Ich habe darüber auch auf meinem Blog mal einen Post geschrieben (ist schon länger her), ich versuche das mal zu verlinken: SWAP IT: Klamotten-Tausch-Rausch Hoffe der Link funktioniert, dann kannst du mal schauen, wie gesagt vielleicht wäre das was für dich :-).
    Liebe Grüße,
    Cindy ❤ www.fraeulein-cinderella.de

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  5. Hey, oh wie schade, dass wenig Besucher da waren. Aber gut, wenn du dafür ausgemistet hast :) hatte es ja doch etwas Gutes.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!

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  6. Danke für deinen interessanten Bericht über den Mädchenflohmarkt – ich habe gar nicht gewusst, dass es hierfür etwas Eigenes gibt. Schade, dass ihr einen so ungünstigen Tag erwischt habt, aber du wirst sehen, das nächste Mal läuft es sicher optimal. Ein wunderbares Ergebnis hast du ja trotzdem, weil du deinen Kleiderschrank aussortiert hast. Eine Kaufliste für die Zukunft finde ich super – ich bin mittlerweile auch sehr diszipliniert beim Einkaufen und alles, was mir nicht wirklich total gefällt oder perfekt passt, bleibt gleich mal im Shop.
    Hab einen wunderbaren Abend und alles Liebe

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  7. Ich hatte leider bisher keine guten Erfahrungen gemacht mit Flohmärkten. Ich hatte wohl immer zu hohe Erwartungen, aber habe wirklich immer nur wenig verkauft..
    Liebste Grüße,
    Antonia

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  8. Oh nein wie schön das alles eingerichtet ist - ein Traum! Flohmärkte mag ich eigentlich recht gerne, aber ich finde die Qualität der Artikel bei Flohmärkten in größeren Städten irgendwie immer etwas besser :)
    Ganz liebe Grüße
    Lara

    www.verylara.com

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  9. Ach ja... das Ausmisten des Kleiderschrank.
    Für mich auch ein leidiges Thema ;) Bei jedem Teil überlege ich zweimal, dreimal, viermal, ob ich es nicht vielleicht doch noch behalten soll - obwohl ich es ewig nicht anhatte.
    Wenn ich ausgemistet habe, verschenke ich einige Sachen an Freundinnen, der Rest wird gespendet. Mir geht es wie dir, diesen "Rattenschwanz", bis die Teile endlich weg sind, mag ich mir nicht antun.
    Viel Erfolg für deinen nächsten Flohmarkt Versuch :)
    Grüße
    Nessa
    https://ichdupasst.blog

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  10. Mein Flohmarkt-Erlebnis war ganz ähnlich, es war so frustrierend - die Halle war leer, kaum Besucher und am Ende hatte ich Dank der Standgebühr auch noch draufgezahlt :( Wenigstens hast du dein Ankleidezimmer ein wenig aussortieren können! :)

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

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  11. ich hatte auch so ein ähnliches flohmarkt erlebnis :/ aber dein schrank sieht soo toll aus jz

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