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Donnerstag, 24. August 2017

[DIY] Austern-Schmuckschale


Auf meiner Blog-To-Do-Liste steht schon ewig ein ganz einfaches aber wirkungsvolles DIY-Tutorial und weil ich wegen einem anderen Projekt (das Ihr demnächst mal zu sehen bekommt) heute sowieso mit Metallicspray hantieren musste, habe ich das jetzt endlich mal umgesetzt: eine goldene Austern-Schmuckschale ^_^


1. Ihr braucht: Metallic-Lackspray, eine Austernschale, einen Karton, Sekundenkleber und eine Perle, die gerade nicht zu sehen ist, weil das verflixte Ding in den Karton gerollt ist. Ich habe meine Auster geschenkt bekommen; falls Ihr Eure gerade erst verzehrt habt, solltet Ihr die Schale gründlich säubern und ein paar Tage in Seifenwasser einlegen, Fischgeruch kann nämlich ziemlich penetrant sein. Leidvolle Erfahrungen haben gezeigt, bei allem, was mit Spray zu tun hat, geht man besser nach draußen... und an der Stelle kommt auch der Karton in Spiel:


2. Legt Eure Austernschale in den Karton. Wie gesagt, Sprays sind fies, winzig kleine Lacktröpfchen setzen sich überall ab, draußen reicht das kleinste Lüftchen, um sie Gott-weiß-wo hinzutragen... falls Ihr also keine goldene Kleidung wollt, bildet ein Karton einen simplen Schutzschild ^_^


3. Einsprühen, trocknen lassen, umdrehen, wieder einsprühen. Die Lackschicht sollte möglichst gleichmäßig, aber nicht zu dick sein, damit die Schalenstruktur schön erhalten bleibt.


4. Wenn der Lack trocken ist, wird die Perle mit einem Tropfen Sekundenkleber ins Innere der Schale gesetzt. Alternativ könntet Ihr auch 3 kleine Perlen als "Standbeine" auf die Außenseite kleben, je nachdem wie Eure Auster gewachsen ist.


Und das wars auch schon! Jetzt könnt Ihr Eure Schale mit Schmuck befüllen (und natürlich Fotos machen zum Angeben). Das funktioniert natürlich eher als Deko anstatt als tatsächliche Schmuckaufbewahrung, aber ich habe gerade für kleine oft getragene Schmuckstücke wie Ehe- und Verlobungsring einen hübschen Ablegeort, wo ich genau weiß, da find ich's wieder... und Ihr? Wie gefällt Euch mein Tutorial? ^_^



Freitag, 4. Dezember 2015

Wie man sich NICHT ein Opernkleid kauft


Eine Anleitung in 10 einfachen Schritten. Ebenfalls nicht geeignet für Festtagskleider, Abiballkleider und Outfits für jede Gelegenheit, bei der man halbwegs souverän aufkreuzen will.

Schritt 1: Finde auf Kleiderkreisel ein tolles neuwertiges Kleid, bei dessen Entwurf der schwierige Spagat zwischen schlicht und außergewöhnlich hinreichend gelungen ist. Erwirb es für einen phantastischen Preis von unter 10 Euro und klopfe Dir selbst auf die Schulter für Deine genialen Schnäppchenjägerfähigkeiten.
Schritt 2: Warte ungeduldig auf Dein Päckchen. Versuche, den Postboten nicht allzusehr zu verfluchen, und wenn dann nur mit möglichst jugendfreien Ausdrücken.
Schritt 3: Probiere das Kleid an. Stelle fest, dass der obengenannte phantastische Preis wohl weniger an Deinem Shoppingtalent liegt und mehr daran, dass sich niemand anders getraut hat, das Kleid zu kaufen, weil der Ausschnitt nämlich gefühlt bis runter zu den Knien geht.
Schritt 4: Habe eine kluge DIY-Idee, wie Du das Kleid doch noch tragbar machen kannst. Verbanne  aus Zeitgründen sowohl Idee als auch Kleid in die hintersten Tiefen Deines Gehirns bzw. Kleiderschranks.
Schritt 5 (einige Monate später): Kaufe Dir Opernkarten. Beschließe, das Kleid zur Aufführung zu tragen. Schließlich hast Du ganze zwei Wochen Herbstferien Zeit, um das Kleid umzunähen, das reicht doch locker, oder?
Schritt 6: Steuere den nächsten Handarbeitsladen an und gib den doppelten Preis des Kleides für Stoff, Faden und diverse kleine Perlen aus.
Schritt 7: Verdränge das Kleid-Projekt aufgrund spannenderer Ferienaktivitäten bis zum letzten Tag vor der Aufführung. Gerate minimal in Panik.
Schritt 8: Denke Dir: "Was soll's, ich trage das Kleid einfach, wie es ist. Die Leute werden den Anblick schon überleben..." Ziehe das Kleid noch einmal an, um Dich davon zu überzeugen, dass der Ausschnitt ja eigentlich nicht SO tief ist.
Schritt 9: Schaue in den Spiegel und stelle fest, dass der Ausschnitt doch wirklich SO tief ist. Reiße Deinem innigst geliebten Freund nicht den Kopf ab, auch dann nicht, wenn er in diesem Moment ins Zimmer platzt und eine unsensible Bemerkung macht wie "Was?! So willst Du rausgehen?!"
Schritt 10: Hole Dein eingekauftes Handarbeitszeug wieder hervor und setze diese DIY-Idee in einer Nacht-und-Nebel-Aktion um, befeuert von viel Schokolade und 10-15 Folgen "Gossip Girl".

Und tada! schon habt Ihr Euer Opernkleid. Liebe Kinder, bitte probiert das nicht alleine zuhause aus.

Kleid - DIY // Schuhe - Catwalk // Schmuck, Tasche - Bijou Brigitte
Die meisten Leute glauben offenbar, ich wäre ziemlich organisiert, also halten wir diesen Eindruck mal aufrecht und tun so, als wäre mir das nicht wirklich passiert, ja? Übrigens, falls Ihr mir netterweise einen Kommentar hinterlassen wollt, bedenkt bitte, dass ich immer noch nicht die letzte Staffel "Gossip Girl" gesehen habe. Denn wenn mich einer spoilert und mir die wahre Identität von Gossip Girl verrät, muss ich ihn leider aufspüren und eigenhändig erwürgen und das wäre ja sooo schlecht für mein Image ^_^

Aber haec omnia sunt vanitates,

Sonntag, 22. November 2015

DIY: Bestickter Chiffoneinsatz


Heute gibts hier mal wieder eine kleine DIY-Anleitung, die ich mir überlegt habe, um Kleider mit zu tiefem Ausschnitt etwas tragbarer zu machen. Alles, was benötigt wird, ist etwas durchsichtiger Chiffonstoff und Satinband, dazu natürlich noch Nadel und Faden, um den Ausschnitt mit einer transparenten Extraschicht zu hinterlegen. Die Höhe des Einsatzes kann man je nach Kleid variieren, ich persönlich finde aber die Kombination von transparent + hochgeschlossen interessanter. Dazu habe ich den Chiffoneinsatz noch mit kleinen Perlen bestickt, eine schöne Option, wenn die Farbe des Kleides zu außergewöhnlich ist, um Chiffon in der gleichen Farbe zu finden, oder in Kombination mit Schwarz sonst zu hart aussehen würde... bei mir wars ein bißchen von beidem ^_^

Ich habe dieses Mal versucht, halbwegs selbsterklärende Bilder zu schießen, weil ich einfach nicht gerne DIY-Anleitungen schreibe, das ist mir zuviel "Man tue dies und dann tue man das, usw. usw." :D Also probiere ich es stattdessen heute mal nur mit einer Bildergeschichte - Ihr könnt mir ja mal ein Feedback dalassen, ob man es auch so halbwegs verstehen kann =)


Wie gefällt Euch das Ergebnis? Outfitfotos mit dem Kleid liegen schon auf meiner Festplatte bereit, die bekommt Ihr dann demnächst auch noch zu sehen...

Aber haec omnia sunt vanitates,




Mittwoch, 8. Juli 2015

DIY: Crop Top


In den letzten Tagen habe ich mich mal wieder an einem DIY versucht - was kann man denn auch sonst groß tun, wenn man sich tagelang kaum einen Meter vom Ventilator wegbewegen mag? Der Anlass für diese Aktion, mal abgesehen von der Affenhitze, war ein Mini-Fehlkauf bei Primark, der tragbar gemacht werden wollte (ich weiß schon, warum ich da nur noch alle Jubeljahre hingehe -.-):


Eigentlich mag ich ja keine Sprücheshirts und überhaupt kann man die Anzahl meiner Shirts mit Aufdruck an einer Hand abzählen, aber der hier ist doch einfach perfekt für freche Schüler, oder? =D Ich habe das Shirt bei Primark entdeckt, als ich meinen Vorrat an Kleiderbügeln aufstocken wollte, und dachte, für die paar Euro könnte ich das eben mal ohne Anprobieren mitnehmen... jaja, soll man nicht machen und war auch in diesem Fall nicht so schlau, denn der Schnitt hat sich als furchtbar kastig herausgestellt und hing an mir wie ein Sack. 

Also bin ich dem Ganzen mit der Schere zu Leibe gerückt und habe die Gelegenheit genutzt, gleich eine kleine DIY-Anleitung für Euch rauszuschlagen =) Ihr braucht nur ein T-Shirt, das Euch zu groß ist, Nadel und Faden und evtl. ein breites Spitzenband.


1. Die Ärmel werden abgetrennt und der Armausschnitt neu gesäumt - zweimal nach innen umschlagen, am besten mit Stecknadeln feststecken, damit alles an Ort und Stelle bleibt, und dann einmal mit der Nähmaschine drübergehn =) 


2. Als nächstes werden die Schultern gerafft. Dazu sticht man mit einem etwas kräftigerem Faden in ca. 1cm Abstand im Laufstich durch die Schulternaht bis an den Halssaum. Ich habe einen schwarzen Faden benutzt, weil ich damit in einem späteren Schritt noch das schwarze Spitzenband sichern wollte. Wer diesen Teil auslassen will, sollte natürlich besser einen Faden in der T-Shirt-Farbe verwenden.


3. Jetzt kann man durch das Zusammenziehen des Fadens die Schulterpartie ganz einfach raffen. Theoretisch könnte man den Faden jetzt sichern, abschneiden und es dabei belassen, aber ich wollte gerne noch eine hübsche Spitzenverzierung anbringen, deshalb habe ich den Faden behalten...


4... und mit etwa 30cm Spitzenband einen lockeren Knoten um die neuen Schulterträger gebunden, um dann die Enden zu einer Schleife festzustecken.


5. Zum Schluss wird die Schleife dann fixiert, indem man ein paar Mal mit dem Faden von eben durchsticht - schließlich will niemand die Dinger ständig nachbinden, nicht? ^_^


So sieht dann das Ergebnis aus - schonmal ein gutes Stück hübscher =)


Für den Cropped-Effekt habe ich den Saum noch hochgeknotet. Man könnte ihn natürlich auch ganz einfach zusammen mit den Ärmeln wegkürzen, aber ich fand es so hübscher, weil die Raffungen an der Taille prima zu denen an den Schultern passen.

Wie findet Ihr das Ergebnis? Tragt Ihr gerne Crop Tops und wenn ja, habt Ihr auch schonmal selbst die Schere angesetzt? ^_^

Aber haec omnia sunt vanitates,



Freitag, 29. Mai 2015

DIY: Maison Valentino Lookalike

via
Ich bin ja völlig verliebt in die Maison Valentino SS2015 Collection, seit ich die ersten Bilder vom Laufsteg gesehen habe: eine Reihe von feenhaften reich bestickten Abendkleidern, eines schöner als das andere, unter der Titel "Amor omnia vincit" (d.h. "Liebe besiegt alles"). Das oben abgebildete Kleid, eines meiner beiden Lieblinge, ist z.B. über und über mit Zeilen aus dem Gedicht "Cet Amour" von Jacques Prévert bestickt. Es ist aber weit davon entfernt, auch nur halbwegs bezahlbar zu sein... stattdessen habe ich mir das Design des Oberteils für eine Valentino-Lookalike-Schößchenbluse abgeguckt, die Ihr schon in diesem Outfitpost gesehen habt. Und wie versprochen kommt hier eine kleine Anleitung dazu:

Verwendet habe ich:


- eine schlichte weiße Bluse. Sie sollte tailliert sein und gut sitzen, außerdem muss sie natürlich hochgeschlossen sein, damit die Stickerei auch draufpasst. Mein Exemplar hier stammt von H&M, ist leider schon ausverkauft, aber ich konnte mir noch eins über KK sichern =)


Außerdem:
- einen Stickrahmen
- viele bunte Stecknadeln
- Stickgarn und Nadel
- ein Foto als Vorlage
- und die Gedichtzeilen auf Din A4 ausgedruckt und in Streifen geschnitten. Das Gedicht samt Übersetzung findet Ihr hier. Ich habe eine Schriftart verwendet, die ähnlich dem Original nach handgeschriebener Schreibschrift aussieht, aber da könnt Ihr Euch natürlich je nach persönlicher Vorliebe austoben... wichtig ist nur, dass der Federzug gleichmäßig ist, d.h. nicht wie mit Bandzugfeder geschrieben, weil das mit dem Stich nicht funktioniert =)


Zuerst habe ich mit Stecknadeln eine Herzform auf der Vorderseite der Bluse und dem rechten Ärmel abgesteckt. Sie ist etwas kleiner als das innere Schriftherz und bildet quasi die Unterlinie für die Schrift.


Als Nächstes habe ich die Schriftzeilen mit einem weichen Bleistift durchgepaust und dabei die Papierstreifen nach jedem Buchstaben ein klein wenig verschoben, sodass die Schrift an der von den Stecknadeln gebildeten Linie entlangläuft. Computergenerierte Schreibschriften haben oft Lücken zwischen den einzelnen Buchstaben, weil die Fonts die Übergänge nicht richtig hinkriegen; das habe ich noch angepasst.

Sobald die Schrift übertragen war, war der Rest denkbar einfach:


Stoff in den Stickrahmen einspannen und Schrift mit schlichtem Nähstich nachsticken,


äußere Zeilen in (gefühltem) 1,5-Zeilenabstand übertragen, ebenfalls nachsticken, dabei 1-5 Episoden "House of Cards" gucken (optional),


fertig =)

Auf diese Weise besitze ich jetzt zwar kein atemberaubendes neues Abendkleid, aber zumindest eine ziemlich hübsche neue Bluse und das für einen winzigen Bruchteil des Geldes, der noch minimal winziger sein könnte, wenn ich es nicht fertiggebracht hätte, bei einem kleinen Putzanfall aus Versehen einen frisch erworbenen Strang Stickgarn mitsamt der Papiertüte wegzuwerfen -.-


Wie gefällt Euch das Ergebnis? Sorgt Ihr auch gerne mal für eigene Versionen, wenn die Modemacher tolle Stück außerhalb der finanziellen Reichweite halten? Wenn ja, erzählt mir doch mal davon oder lasst mir ein paar Links da =)

Aber haec omnia sunt vanitates,

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