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Samstag, 27. Mai 2017

Mein Ankleidezimmer (Teil 2)


Heute folgt Teil 2 meines Ankleidezimmeraufbaus, Teil 1 könnt Ihr hier finden. Da habe ich auch schon erzählt, dass und warum ich mich dieses Mal für das bekannte PAX-System entschieden habe. Als (relativ frischer) Ex-Student bin ich ein ziemlich geübter Ikeamöbel-Aufbauer. Da wurden teilweile schon ganze Regale in Einzelteilen durch Bus und Bahn nachhause gekarrt, wenn gerade kein hilfsbereiter Autobesitzer zur Stelle war, und auch im Umgang mit diversen Schräubchen und Dübeln und diesen kleinen Vierkantschlüsseln bin ich mehr als versiert. Dieses Mal habe ich aber (oh Schande) alles liefern und montieren lassen. Bei der Menge an Teilen und Teilchen, die im PAX-Planer zusammenkamen, war direkt klar, dass das nicht mit einem PKW klappen konnte, immerhin standen alleine 8 Schrankkorpusse (dieser unlateinische Plural nervt mich immer wieder) auf dem Plan. Normalweise hätte ich zum Montieren dann ein paar Freunde eingeladen und eine Runde Pizza bestellt, aber mein Mann hat sich standhaft geweigert, sich am Aufbau zu beteiligen, und mich überredet, einen Montageservice dazuzubuchen. Und letztlich war ich doch ziemlich erleichtert, als die Handwerker dann anfingen, riesige Kisten ins Haus zu schleppen und der Lieferwagen noch und noch nicht leer werden wollte. Aber ich bin es absolut nicht gewöhnt, jemanden für mich arbeiten zu lassen, und habe die Männer wohl ziemlich amüsiert mit meinem Um-sie-herum-Geschleiche und meinem verlegenen "Kann ich behilflich sein? Soll ich dies und jenes festhalten? Brauchen Sie noch etwas? Oder kann ich vielleicht etwas zu trinken anbieten? Usw. usw." Irgendwann musste ich dann eingesehen, dass ich nur störe, und habe mich stattdessen gemütlich mit einem Buch ins Zimmer nebenan gesetzt und abgewartet. Sogar die Profis haben den ganzen Tag gebraucht, aber abends stand dann endlich alles:


Erstmal musste ich mir das Zimmer ewig nur anschauen, über Oberflächen streicheln und Schubladen aufziehen... und ich war auch ziemlich erleichtert, dass tatsächlich alles so geklappt hat, wie ich es im Vorfeld geplant hatte. Das PAX-System passt an vielen Stellen so perfekt ins Zimmer, dass wirklich kein Millimeter Platz mehr geblieben ist. Ich hatte vorher zur Sicherheit alles 10mal ausgemessen, aber bis zum Schluss gezittert, ob mir dabei nicht doch noch ein Fehler unterlaufen ist...

Nachdem ich am nächsten Morgen mit dem Schränkebewundern halbwegs durch war, habe ich den besten Ehemann von allen dazu überredet, mir die Vorhangstangen aufzuhängen. Zwar macht mir beim Einrichten und Renovieren so schnell niemand etwa vor, aber vor Bohrmaschinen hab ich irgendwie einen Heidenrespekt und überlasse das Hantieren damit doch lieber anderen. Übrigens, bei Ikea enthält ein Päckchen Vorhangstangenhalter auch nur jeweils ein Exemplar davon. Ich hatte irgendwie zwei pro Päckchen erwartet, d.h. ein vollständiges Set Halter für eine Stange, aber Fehlanzeige... darum durfte ich darum postwendend nochmal zur Ikea-Filiale zurückfahren, zum xten Mal nach Möbelangucken, Möbelbestellen, Vorhangkaufen... und ich hab noch gar nicht vom meinem Arbeitszimmer angefangen, aber das ist nochmal ein neues Kapitel ^_^


Weil meine Fenster durch die Minidachschräge ziemlich tief an der Wand sitzen, brauchte ich extrakurze Vorhänge, die ich mir eigentlich selbst schnell aus normallangen Vorhängen auf die perfekte Länge zusammenkürzen wollte. Die Nähmaschine blieb dabei aber leider pure Fotodekoration, denn sie hat sich aus unerfindlichen Gründen beharrlich geweigert, den Stoff  zu säumen. Irgendwann habe ich die Geduld verloren und die Säume stattdessen in stundenlanger Arbeit per Hand umgenäht. Zusammen mit der Extra-Ikeafahrt am Vormittag haben mich die blöden Vorhänge letztlich einen ganzen Tag gekostet o.O


Zuletzt habe ich noch meine Frisierkommode wieder zusammengebaut, die ich für den Umzug in ihre Einzelteile zerlegt hatte, und dann konnte ich endlich mit Einräumen und Dekorieren anfangen. Der größte Teil meiner Garderobe musste bis dahin in Kisten warten und dazu standen 5 verschiedene Pakete mit Kleinigkeiten von diversen Interior-Shops noch in der Gegend herum. Zweieinhalb Tage lang habe ich sorgfältig jedem Stück seinen Platz zugewiesen und das Ergebnis finde ich richtig toll... dafür müsst Ihr aber auf den letzten Teil meiner Ankleidezimmer-Postserie warten ^_^


Samstag, 20. Mai 2017

Destroyed Jeans & Versace Heels

Fotos - Kypris Athina Pictures // Bearbeitung - moi ^_^
Nachdem ich Euch in diesem Post so viele Jeans-Outfits zusammengebastelt habe, musste ich gleich mal eins nachstylen und zwar mit meiner neuen dunkelgrünen Lieblingsjeans von MOTHER Denim. Kennt Ihr diese Marke schon? Ich nicht, zumindest bis der beste Ehemann von allen mir in einer kleinen Boutique diese Jeans hingestreckt hat, aber ich fand die Farbe direkt toll und die Hose hat für mich das perfekte Grad an Destroyed-heit ^_^ 
 
Außerdem habe ich endlich ein schulterfreies Oberteil für mich entdeckt und dazu kamen dann noch zwei meiner absoluten Lieblingsstücke, meine Louis Vuitton Brea PM und die besten Schuhe der Welt, Versace-Heels, die tolle Beine zaubern und wahnsinnig bequem sind. Beides stammt ebenfalls von obengenanntem Ehemann. So sehr ich es genieße, einen modeinteressierten Kerl an meiner Seite zu haben, wenn er so weitermacht, werden meine Outfits bald nur noch aus Teilen bestehen, die er ausgesucht hat, und dann bin ich kein Fashionblogger mehr, sondern nur noch Schaufensterpuppe. Außerdem sucht er oft Sachen aus, von denen ich zuerst überhaupt nicht begeistert bin, und bequatscht mich so lange, bis ich sie anprobiere. Meistens muss ich zähneknirschend zugeben, dass das Teil an mir doch gut aussieht. Und dann triumphiert er den ganzen Tag lang und hält mir vor, dass ich ohne ihn nicht ordentlich shoppen könnte. Das greift irgendwie meinen Stolz an =D

Oberteil - Asos // Jeans - MOTHER Denim // Heels - Versace // Kette - Bijoux Brigitte // Tasche - Louis Vuitton
Wie findet Ihr das Outfit? Äußern sich  Eure Partner zu Eurer Gerderobe? Und wenn ja, lasst Ihr Euch gerne reinreden helfen oder lieber nicht? ^_^


Mittwoch, 17. Mai 2017

Mein Ankleidezimmer (Teil 1)


Nachdem ich bedingt durch die ganze Umzieherei eine Weile aus dem Koffer, bzw. einem geliehenen Schränkchen gelebt habe, bin ich richtig froh, dass ich nach jeder Menge Arbeit jetzt wieder ein Ankleidezimmer habe. Schon bei meinem alten Zimmer wollte ich ewig mal eine Roomtour machen, aber es war gefühlt nie perfekt eingerichtet, also habe ich den Post aufgeschoben, bis ich beim Auszug festgestellt habe, dass es dafür jetzt wirklich zu spät ist. Eigentlich schade, dass es jetzt gar nicht dokumentiert ist... den Fehler will ich natürlich nicht nochmal machen, darum lasse ich Euch nun direkt vom Aufbau an teilhaben. Hier habe ich während der Planung schon mal ein paar Impressionen gepostet, wie ich mir das neue Zimmer vorstelle.

Ich hatte das Glück, dass der beste Ehemann von allen mir bereitwillig sein Gästezimmer für meine Modeschätze überlassen hat (Ich habe den Verdacht, er wollte bloß seinen Schrank nicht teilen. Ich aber auch nicht, also ist das okay ^_^). Eine Schlafcouch musste umgestellt werden und einen kleineren Schrank mit alten Mänteln haben wir gemeinsam in den Keller geschleppt, aber dann hatte ich schon ein leeres quasi noch völlig unbenutztes Zimmer zum Gestalten zur Verfügung, der Traum jedes Interior-Junkies =D


Bei der Einrichtung habe ich zum beliebten PAX-System von Ikea gegriffen, denn mit seinen vielfältigen Zubehör und dem praktischen Online-Planer ist es einfach perfekt für Ankleidezimmer. Ursprünglich wollte ich nur die linke Wandseite mit einem Pax-Schrank für Schuhe und Accessoires bestücken und für die rechte und die Längswand mein altes Stolmen-Stangensystem verwenden. Das wäre allerdings problematisch geworden: Zum Einen musste ich feststellen, dass Ikea das alte Stangendesign aus dem Sortiment genommen hat, sodass ich sämtliche Teile, die ich gerne zur Ergänzung gehabt hätte (das eine oder andere Regalbrett), mühsam secondhand hätte zusammensuchen müssen. Zum Anderen hat mein neues Zimmer auf einer Längsseite eine leichte Dachschräge, sodass sich die Stangen nicht ganz an die Fensterwand hätten bauen lassen, sondern eine doofe Lücke geblieben wäre. Zwar kann man die Stolmen-Stützstangen prinzipiell auch an Dachschrägen befestigen, aber nur, wenn man Schrauben in den Fußboden dreht, und das ging bei uns wegen der Fußbodenheizung nicht. Also habe ich mein Zimmer mal probehalber im PAX-Planer nachgebaut und nach einiger Herumschieberei war das Ergebnis so perfekt, dass ich die Einrichtung einfach komplett neu bestellt habe. Das war natürlich nicht ganz billig, aber schließlich wohne ich jetzt in keiner Mietwohnung mehr, wo ein Auszug abzusehen ist. Das Ankleidezimmer wird mir so ewig erhalten bleiben, da macht eine günstige Notlösung wirklich wenig Sinn.

Meine Möbel sollten wieder weiß werden und da weiße Möbel vor farbigen Wänden einfach am besten aussehen, musste das Zimmer nun erstmal gestrichen werden:


Das Farbkonzept sollte dieses Mal etwas gedeckter werden als das alte Apricot. Für die Wände habe ich mir eine warme Grau-Lavendel-Nuance ausgesucht. Ewigkeiten habe ich in vier unterschiedlichen Baumärkten herumgesucht und Farbkärtchen bei verschiedenen Lichtverhältnissen an die Zimmerwand gehalten, bis ich den perfekten Ton gefunden habe, der weder zu lila, noch zu grau oder zu beige war. Die Decke sollte weiß bleiben, außerdem sollten die oberen Wandkanten und die Fenster einen weißen Rand erhalten. Darum habe ich mir extra ein spezielles Tape für scharfe Farbkanten besorgt und Stunden damit verbracht, es millimeterweise festzudrücken. Das Streichen selbst hat dann auch nochmal einen ganzen Tag gebraucht, danach war ich richtig platt. Aber ich finde, das fertige Ergebnis spricht für sich:


Wie findet Ihr es? Im Prinzip sind es rosa Wände, die erwachsen geworden sind. Kombinieren will ich sie mit viel Weiß und ein paar roséfarbenen und grauen Details. Als nächsten Schritt geht es aber erstmal an die Möbel ^_^


Sonntag, 14. Mai 2017

Jeans-Geständnis

Ich mache mir mit dem folgenden Satz jetzt sicher viele Freunde: Ich finde Jeans totlangweilig. Und ganz besonders langweilig finde ich blaue Jeans. Wer immer in meiner Gegenwart anfängt, von Jeans zu schwärmen, bekommt postwendend einen Sermon zu hören, beginnend mit den Worten: "Geh mal an einem gewöhnlichen Tag auf die Straße und sieh dich auf Kniehöhe um. Was siehst du? Ich wette auf: Jeans, Jeans, Jeans, Jeans, Jeans, egal, ob an Männern, Frauen oder Kindern. Laaaahm!"

Jeans zu tragen ist dermaßen Standard, dass man die modische Kreativität der deutschen Bevölkerung um 300% steigern könnte, wenn man ein allgemeines Jeans-Verbot ausrufen würde (das wäre meine erste Amtshandlung, wenn ich jemals an die Macht komme ^_^). Ich persönlich habe mich lange Zeit komplett geweigert, Jeans zu tragen. Dann fand ich ein hübsches schwarzes Destroyed-Modell und das war der Anfang vom Ende...

Denn der beste Ehemann von allen fällt mir und meiner Jeans-Abneigung total in den Rücken, indem er mir ständig Jeans unter die Nase hält, der Mistkerl! Und dann findet er auch noch immer wieder besondere, perfekt passende Jeans, die ich überraschenderweise auch noch tragen möchte, wie zuletzt ein graues Modell von True Religion mit Farbtupfern... mit der Zeit sammelt sich da was an. Letztens habe ich entsetzt festgestellt, dass ich mittlerweile tatsächlich ein ganzes Regalbrett voller Jeans besitze o.O

Also kann ich jetzt entweder gehen und mich schämen, oder ich muss mal sehen, was ich mit all den Jeans anfangen soll, damit ich nicht zum modischen Langweiler verkomme... hier habe ich mal ein paar Outfits zusammengestellt:

Jeans Outfit No.1


Jeans Outfit No.2


Jeans Outfit No.3


So, das geht doch halbwegs, oder? Aber blaue Jeans zieh ich trotzdem nicht an, egal wie lange der beste Ehemann von allen auch bettelt. Schließlich muss man ja mal irgendwo eine Grenze ziehen ^_^ Danke übrigens für Eure vielen Geschichten unter meinem letzten Post! Sogar mehr Kommentare als zu meinen Hochzeitsfotos - da hab ich wohl irgendwie einen Nerv getroffen =D

Wie steht es mit Euch, Jeansliebhaber oder Jeanshasser? Welches Outfit gefällt Euch am besten? Was tragt Ihr, um Jeans aufzuhübschen?


Dienstag, 9. Mai 2017

Wie ich zum Autofahren kam

Fotos - Kypris Athina Pictures // Bearbeitung - moi ^_^
Storytime! 2016 war für mich das Jahr der großen Veränderungen - unter anderem habe ich schließlich doch noch Autofahren gelernt, nicht ganz 10 Jahre nach meinen Altersgenossen. Als damals alle anfingen, den Führerschein mit 17 zu machen, war ich gar nicht so wild darauf. Ich hatte vage geplant, nach dem Abi damit anzufangen, aber dann direkt mein Studium begonnen. Von meine Studentenzimmer und der ersten richtigen Wohnung danach konnte man bequem alles in 10min zu Fuß erreichen, die Haltestelle zur Uni stand direkt vor dem Haus, günstiger als mit dem Semesterticket kommt man sowieso nirgendwo hin, und so habe ich es mir angewöhnt, wo es nur geht meine Beine zu benutzen, und mich ansonsten eben in den Zug gesetzt. Als es dann ins Referendariat ging, habe ich das beibehalten, auch wenn es tägliche Wege von ca. 3 Stunden bedeutet hat. Ich denke, beim Auto kommt wie beim Smartphone der Bedarf mit der Nutzung: Sobald du eins hast, weißt du nicht mehr, wie du mal ohne leben konntest, aber vorher hast du eigentlich nichts vermisst. Und so ging es mir auch, ich war es gewöhnt, ohne Auto zu leben, hatte keine große Lust, Geld in ein Auto zu stecken, das ich auch in schöne Kleider stecken konnte, und mochte die tägliche Bewegung, die mir dadurch verschafft wurde. Je mehr mir andere Leute einreden wollten, dass man ohne Auto nicht leben kann, je mehr ich mich dafür rechtfertigen musste, desto mehr hat mich das ganze Thema genervt.

Und so war ich erstmal wenig begeistert, als der beste Ehemann von allen kurz nach unserem Kennenlernen ebenfalls völlig entsetzt von meiner Führerscheinlosigkeit war und direkt versucht hat, mich zum Auto zu bekehren. Dann kam bei uns aber relativ schnell das Thema Zusammenziehen auf den Tisch. Wir sind hier in einer reinen Wohngegend, jeder besitzt ein Auto oder zwei und von der nächsten Haltestelle fährt ein einziger mickriger Bus pro Stunde ab. In unserer kurzen Datingphase musste der beste Ehemann von allen regelmäßig eine knappe Stunde fahren, um mich abzuholen, eine weitere, um mich morgens zur Arbeit zu bringen, und ohne 45min Fußweg kann ich hier kaum eine Tüte Milch kaufen gehen. Also bin ich doch noch eingeknickt und habe mich nach einer Fahrschule umgesehen.

Ich wollte aber nicht unbedingt neben meinen Referendariatsprüfungen noch ewig Zeit in Fahrstunden stecken, darum war ich direkt begeistert, als ein Kollege mir von Führerschein-Intensivkursen erzählt hat: Zwei Wochen jeden Tag Theorie- und Praxisunterricht und am Ende der zweiten Woche die Prüfungen. Nach einer kurzen Google-Suche fand ich eine Fahrschule, die einen solchen Kurs regelmäßig anbietet, ging auf dem Heimweg dort vorbei und war noch am selben Abend angemeldet. Also habe ich meine Ferien geopfert, jeden Tag drei Stunden Theorieunterricht besucht und dazu mindestens dreieinhalb Stunden auf dem Fahrersitz gesessen, zuhause noch fleißig stundenlang Prüfungsfragen via Handyapp gepaukt... sogar nachts habe ich noch vom Fahren geträumt ^_^

Würde ich einen solchen Intensivkurs weiterempfehlen? Wem wie mir damals wenig Zeit bleibt, sollte sich  diese Angebote ruhig mal anschauen. Sie sind etwas teurer als der durchschnittliche normale Führerscheinerwerb und man sollte auf jeden Fall ein geübter und schneller Lerner sein. Nach 5 Jahren Studiumserfahrung ist mir die Theorie leicht gefallen und das Lernen per App fand ich sehr einfach und bequem. Auch das Fahren selbst hat mir direkt viel Spaß gemacht, allerdings hatte ich den Eindruck, ich hätte oft etwas mehr Zeit gebraucht, um alles Geübte etwas sackenzulassen, einfach mal in Ruhe darüber nachzudenken, was ich falsch gemacht habe, und die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Diese Zeit hat man in so einem Intensivkurs nicht und darum ist die Durchfallquote dort auch deutlich höher. Darum habe ich es mir von Anfang an zum Ziel gesetzt, nicht mit Gewalt bestehen zu wollen, sondern vorrangig die Zeitbelastung des Führerscheins loszuwerden, d.h. Theorieteil erledigt, Pflichtfahrstunden weg, und zur Not hätte ich dann noch ein oder zwei Fahrstunden dranhängen und dann einen neuen Anlauf wagen können. Wer so gelassen daran herangehen kann, dem würde ich diesen Kurs durchaus empfehlen. Was mich angeht, ich habe den Theorieteil mit 0 Fehlern bestanden, den Praxisteil dann aber etwas knapper... und mit "etwas knapper" meine ich "sehr knapp". Ich behaupte immer, der Prüfer hätte mich nur wegen meines hübschen Lächelns bestehen lassen - an etwas anderem kann es definitiv nicht gelegen haben ^_^

Danach musste ich zwei Wochen nervöser Zitterpartie überstehen, aber mittlerweile fahre ich relativ gut und würde mich beinahe als überzeugten Autofan bezeichnen. Ich finde immer noch, das Auto sollte kein Muss sein. Es sollte deutlich bessere Verkehranbindungen im öffentlichen Nahverkehr geben, für Menschen, die sich kein Auto leisten können, für Ältere, die nicht mehr fahren dürfen, und für diejenigen, die aus Umweltschutzgründen oder purer Unlust auf Autos verzichten wollen. Und irgendwo ist es ein bißchen pervers, dass ich jetzt mit dem Auto zum Fitnessstudio fahre und mich dort aufs Laufband stelle, um mir die Bewegung zu verschaffen, die ich vorher gratis gekriegt habe. Aber ich liebe das Fahren und meinen Hugo - so habe ich mein Auto genannt (und zwar darum), einen süssen kleinen Renault Twingo, den mir der beste Ehemann von allen zur bestandenen Führerscheinprüfung geschenkt hat und der mich seitdem treu zu jedem Schuleinsatz und jeder Shoppingtour bringt. Und weil er sich am Fototag so schick in eine Reihe mit anderen weißen Autos gestellt hat, durfte er für diese Outfitfotos auch die Kulisse stellen ^_^

Blazer - Zara // Pullover - H&M // Rock - Bershka // Schuhe - Versace // Tasche - Valentino
Ja, ich und mein Hugo, wir sind ein Traumpaar... der beste Ehemann von allen behauptet immer, in meinem Herzen kämen zuerst meine Taschen, dann mein Auto und dann irgendwann er ^_^ Ich bin jedenfalls mächtig stolz auf ihn und meine neuerworbenen Fahrkünste. Und jetzt fällt mir gerade auf, ich sollte wohl noch irgendetwas zu dem Outfit sagen... hm, nee, guckt es Euch selbst an, der Text ist für heute lang genug ^_^

Wie findet Ihr mein Outfit? Habt Ihr auch ein paar Führerscheingeschichten auf Lager?  Und ja, ich kann mit diesen Schuhen fahren =D




Samstag, 6. Mai 2017

Wünsche, die ich mir niemals erfüllen werde

Nach all den Hochzeitsthemen der letzten Wochen muss ich jetzt dringend mal wieder etwas Modisches posten und da ist mir direkt ein Postthema eingefallen, dass ich schon länger im Hinterkopf gespeichert habe, eine Wunschliste der etwas anderen Art, eigentlich ein purer Vorwand, um hübsche Bildchen auf meinen Blog zu packen.

Wer meine Shopping-Posts verfolgt, hat vielleicht bemerkt, dass ich mir seit einer Weile auch mal höherpreisige Marken leiste und eher in besondere Teile investiere, als viele Kleinigkeiten zu kaufen - sowas kommt für Fashionsuchtis wohl automatisch, wenn man etwas älter wird und im Beruf Fuß gefasst hat und so. Aber dennoch gibt es eine Reihe von Fashion-Wünschen, die ich unglaublich schön finde, mir aber niemals erfüllen würde. Nicht, weil ich sie mir nicht leisten könnte... okay, okay, ich kann sie mir nicht leisten. Aber rein mathematisch betrachtet gibt es wohl kein Produkt der Fashionwelt, das prinzipiell völlig unerreichbar ist. Wenn man sich monatlich auch nur 5€ vom Mund abspart, ist man irgendwann zwangsläufig beim Preis einer Chanel-Tasche angelangt, dauert halt nur ein paar Jahrzehnte =D Also, ich behaupte einfach mal, theoretisch könnte ich mir (fast) alles leisten, wenn ich bereit wäre, mich finanziell lange und hart genug einzuschränken. Aber manches ist das einfach nicht wert, manches ist so brutal teuer, dass der Kauf einfach nur dekadent, unvernünftig und wahnsinnig wäre, selbst für einen dekadenten, unvernünftigen und wahnsinnigen Shoppingsuchti wie mich =D

Hier also eine kleine Liste wunderschöner Dinge, die ich lieber weiterhin nur anschmachte:

1. Hermes Kelly Bag // 2. Ralph & Russo Eden Pumps // 3. Louis Vuitton Eye-Trunk Case // 4. Tiffany Victoria Key Pendant // 5. Dolce & Gabbana Piano Bag // 6. Marchesa Dress
1. Hermés Kelly Bag: Ich möchte behaupten, jeder Taschensuchti hat ein Hermés-Exemplar auf seiner Wunschliste stehen - bei mir ist das die Kelly Bag, für mich der Inbegriff einer eleganten Allround-Tasche. Je nach gewünschter Ausstattung steigen die Preise in schwindelnde Höhen und irgendwo ist es da bei mir aus. Ein Vintage-Modell fände ich noch halbwegs machbar, aber auch dafür müsste ich ewig sparen. Allerdings hat der beste Ehemann von allen mir eine Kelly Bag im Austausch gegen einen Stammhalter versprochen... mal sehen ^_^ (Kostenpunkt: ca. 8.000€ aufwärts)

2. Ralph & Russo Eden Pumps: Die schönsten Schuhe aller Zeiten und ich muss gestehen, ich bin doch arg in Versuchung gekommen, als ich nach Hochzeitsschuhen gesucht habe. Meine Sophia-Webster-Heels sind aber genauso toll und machen sich ebenso gut als Ankleidezimmer-Deko ^_^ (Kostenpunkt: 1.690€)

3. Louis Vuitton Eye-Trunk Case: Ich sammele ja gerne hübsche Hüllen für mein Iphone und ich gebe gern zu, dass die deutlich bessere Verfügbarkeit von schönen (Designer-)Hüllen der Hauptgrund der einzige Grund für mich war, von Android zu Apple zu wechseln. Und die Eye-Trunk-Hülle von LV finde ich wirklich toll. Jetzt ist sie zwar noch das günstigste Teil auf meiner Liste, aber sie kostet ziemlich genau soviel wie mein Iphone selbst, was bedeutet, dass ich eigentlich eine Hülle bräuchte, die die Hülle schützt, die mein Handy schützen soll. Davon abgesehen stellt sie nicht gerade ein Investment-Piece dar, bedenkt man, dass nach dem Iphone 7 solangsam mal ein neues Handydesign fällig wäre, zu dem diese Hülle dann womöglich nicht mehr passt. (Kostenpunkt: 800-850€)

4. Tiffany Victoria Key Pendant: Ich liebe Schlüsselketten und diese Tiffany-Version ist besonders schön gestaltet, aber ich hätte doch immer Ängste auszustehen, wenn ich mir den Wert eines Autos um den Hals hängen sollte. (Kostenpunkt: 12.900€ plus Kette)

5. Dolce & Gabbana Piano Bag: Die Tasche ist einfach phantastisch, ein Klavier zum Öffnen und unglaublich detailreich gestaltet, es ist sogar ein kleiner Taschenspiegel eingebaut! So schön ich das Design aber finde, sie ist halt eine Novelty-Bag, nichts, mit dem ich mich jeden Tag herumlaufen sehe, und dafür ist der Preis definitiv viel zu hoch. (Kostenpunkt: 5.950€)

6. Marchesa Dress: Marchesa hat meiner Meinung nach die wunderbarsten Abendkleider überhaupt, ich könnte mir die Kollektionen stundenlang ansehen und würde liebend gern mal eins anprobieren! Leider hat man als Normalsterblicher wenig Gelegenheit so etwas Opulentes zu tragen und so oft würde ich das gleiche Kleid auch nicht anziehen wollen, dass sich das jemals lohnen würde. (Kostenpunkt: ca. 10.000€)

Was findet Ihr am schönsten? Welche Wünsche habt Ihr, die wohl immer unerfüllt bleiben werden?


Dienstag, 2. Mai 2017

Héloise heiratet

Fotos - Kypris Athina Pictures // Bearbeitung - moi
Mein Liebster und ich haben unsere Beziehung sehr stürmisch und kompromisslos begonnen und so wollten wir nach einer frühen Verlobung dann auch am liebsten direkt verheiratet sein. Wir wären wohl eher im Nachthemd aufs Standesamt gelaufen als 1 bis 2 Jahre an einer Riesenfeier zu planen. Für eine große Hochzeit konnte ich mich sowieso nie begeistern, stattdessen hatte ich mir eher vorgestellt, zu zweit durchzubrennen und in einer winzigen venezianischen oder römischen Kapelle zu heiraten. So eine Fantasie ist aber natürlich in meinem Hirn wesentlich romantischer als in Wirklichkeit, dank der gesetzlichen, organisatorischen und sprachlichen Barrieren. Als wir dann ernsthaft anfingen, unsere Trauung zu planen, hatten wir schnell festgestellt, dass wir eigentlich nur einen einzigen wichtigen Wunsch hatten: den Tag von morgens bis abends zu genießen, ohne Stress, ohne strengen Zeitplan, ohne Ängste, dass irgendetwas nicht klappen könnte, dafür mit viel Zeit zu zweit, volle Konzentration auf uns als Paar. Gottseidank haben Freunde und Familie direkt sehr verständnisvoll reagiert, als wir überall mal zaghaft angefragt haben, wie man das denn so fände, wenn wir ganz klein heiraten würden. Und so stand der Hochzeitsplan schnell fest: Wir beide, zwei Trauzeugen pro Kopf, eine schlichte standesamtliche Zeremonie plus Hochzeitsmenü mit Übernachtung im lokalen Lieblingshotel, Punkt aus!

Von daher kann ich mich jetzt weder mit der spektakulärsten Feier noch den exotischsten Blumenarrangements oder dem ausgefallensten Kleid rühmen, aber dafür hatten wir einen wundervollen Hochzeitstag, der uns ewig in toller Erinnerung bleiben wird. Alles hat genau so geklappt, wie wir es uns vorgestellt hatten, wir haben uns rundherum wohlgefühlt und sind sehr gücklich mit unserer Entscheidung. Den "schönsten Tag unseres Lebens" möchte ich ihn nicht nennen, denn der kommt hoffentlich noch, aber es war auf jeden Fall der schönste Start in unsere Ehe ^_^

Nach all den Shopping- und Planungsposts könnt Ihr mich nun endlich im Hochzeitsoutfit sehen: Mein Brautkleid (in zweiter Version) stammt von Ted Baker, die Brauttasche konnte ich letztlich bei Prada finden und bei meinen Schuhen habe ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllt und mir die Schmetterlings-Highheels von Sophia Webster zugelegt. Dazu trage ich Perlenschmuck, den mir mein Mann geschenkt hat. Um meine Frisur hatte ich mir ewig Gedanken gemacht, ob Locken, hochgesteckt, Schleier... aber schließlich habe ich sie einfach glatt gelassen und hinten halb hochgesteckt (was man hier nicht sehen kann, da die Frisur den starken Wind an der Shootinglocation nicht lang überlebt hat o.O). Der Bräutigam mag meine Haare nämlich am liebsten ganz simpel glatt und offen und hat mir gedroht, die Hochzeit abzusagen, wenn ich den Lockenstab auch nur schief angucke... da wollte ich mal nichts riskieren =D


Die Bilder stammen von unserem Prä-Hochzeitsshooting eine Woche vor dem eigentlichen Termin. Da wir so klein gefeiert haben, wollte ich gerne Paarfotos für eine hübsche Hochzeitsankündigungskarte machen (darum kommen die Brautfotos jetzt auch so spät, weil die Karten erst versandt werden mussten ^_^) und natürlich brauchte ich für den Blog ein paar Einzelfotos, auf denen der Bräutigam anonym bleiben darf. Einen Fotografen für den Hochzeitstag selbst wollte ich aber nicht engagieren, weil mir das zu viel Stress gewesen wäre, da noch ein Shooting einzubauen. Gerade als Blogger ist man bei Fotos doch sehr anspruchsvoll, da war die gute Gewissheit, dass die Bilder schon stehen, viel entspannter. So konnte ich am Hochzeitstag selbst einfach einem Trauzeugen meine Kamera in die Hand drücken, ohne mir ständig einen großen Kopf darum zu machen, ob schon genug Fotos gemacht worden sind und ob die Belichtung auch stimmt, etc. etc.... und tatsächlich wurde mein liebstes "echtes" Foto vom Hochzeitstag von meiner Trauzeugin mal eben mit dem Handy geschossen ^_^

Jetzt erzählt mir mal noch was: Seid Ihr schon verheiratet? Oder habt Ihr noch vor zu heiraten? Wie sieht Eure Traumhochzeit aus? Ein Riesenfest oder eher eine kleine Feier?






PS: Ein paar authentische Bilder vom Hochzeitstag habe ich hier aber auch noch eingebaut. Meinen Brautstrauß wollte ich gerne noch vorzeigen und dann gibts noch den fotografischen Beweis, dass meine Haare am großen Tag besser saßen ^_^


PPS: Ein ganz lieber Dank geht noch an alle, die uns unter den letzten Posts zur Hochzeit gratuliert haben, ich habe mich sehr über die vielen Glückwünsche gefreut!

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