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Donnerstag, 31. Januar 2013

Libri Legendi Nr. 1: Senecas "Medea"

Dies ist der erste Post der Libri Legendi-Reihe (zu deutsch: Bücher, die gelesen werden sollten), in der ich Buchrezensionen mit passenden Outfitentwürfen verbinden möchte. Und zur angemessenen Würdigung dieses Anfangs möchte ich mit einem klassischen Werk beginnen: Senecas "Medea".

Der Medea-Mythos hat viele Tragödiendichter, von den antiken bis zu den zeitgenössischen, besonders fasziniert. Auch Lucius Annaeus Seneca hat sich mit der Verfassung eines Medea-Dramas befasst, vermutlich während seines Exils (41-49 n. Chr.). 
Der Mythos ist bekannt: Medea, die Tochter des Kolcherkönigs Aietes, verliebt sich in Jason, den Anführer der Argonauten, hilft ihm, ihrem Vater das Goldene Vlies zu stehlen, und flieht mit ihm nach Athen, tötet aus Liebe zu Jason sogar ihren Bruder, der die Flucht verhindern wollte. In Athen gebärt sie Jason zwei Söhne. Dieser aber hat genug von Flucht und dem Leben als Verbannter und will Creusa, Königstochter von Athen, heiraten, um seinen früheren sozialen Stand wiederzuerlangen.

Hier setzt Senecas Drama ein: Nachdem Jason Creusa heiratet und Medea den Hochzeitszug vorbeiziehen sieht, trifft sie mit Creo, Creusas Vater, zusammen, der sie verbannen will, weil er und die Korinther sich vor ihren Ränken fürchten. Medea erbittet sich aber einen Tag Aufschub, angeblich, um sich von ihren Kindern zu verabschieden und die Flucht vorzubereiten, in Wirklichkeit aber, um sich zu rächen. Jason erscheint und will sich gegenüber Medea erklären: Er befindet sich im Konflikt zwischen seiner Treue zur Gattin und der Liebe zu seinen Kindern. Nur, weil er nicht mehr fliehen und seine Söhne in Sicherheit wissen will, hat er Creusa geheiratet. Er bittet Medea, ihr Leben zu retten, verweigert ihr aber, die Kinder mitzunehmen. Medea spielt vor Jason die Versöhnliche, beginnt dann aber außer sich vor Wut mit den Vorbereitungen für ihre Rache. In einem beeindruckenden magischen Ritual verhext sie ein Gewand und Schmuck und bittet ihre Kinder, diese als Geschenke Jasons neuer Ehefrau zu überbringen.
Im letzten Akt vollendet Medea ihre Rache: Man erfährt von dem unglücklichen Ende der Königsfamilie und dem Brand von Korinth. Medea kämpft mit Zweifeln und Mutterliebe, tötet aber schließlich ihre Kinder und entkommt dem zornigen Jason.


Warum sollte man dieses Werk lesen? Genauer: warum ziehe ich es all den anderen Medea-Adaptionen vor? Seneca ist es gelungen, Medeas Gefühlswelt besonders faszinierend und ergreifend darzustellen. In wenigem Versen, mit wenigen Worten werden Wut, Liebe, Eifersucht, Reue, Traurigkeit und Hohn ausgedrückt, wird Medea wie ein Spielball zwischen Wahnsinn, Zweifeln, Hemmunglosigkeit, Zögern, Rückziehern und Raserei hin- und hergeworfen.
Für den Philosophen Seneca ist als Anhänger der Stoa ein Leben, das von Leidenschaften und Affekte bestimmt wird, verachtenswert. Dies demonstriert er an Medea: Sie ist außer sich vor Wut, ihr Zorn kann sich nur noch weiter steigern und obwohl sie noch Spuren von Muttergefühl oder Reue zeigt, ist sie ihren Affekten ausgeliefert – das tragische Ende kann nicht mehr verhindert werden. Medea wird für Seneca also zur Personifizierung des Übels schlechthin und in seiner Darstellung ihrer Raserei steckt eine faszinierende Kraft, der man sich nicht entziehen kann.
Dieses Outfit soll eine Metapher für Medeas Entwicklung darstellen. Das zarte feminine Kleid im griechischen Stil steht für ihren Traum, als geliebte Frau und Mutter an Jasons Seite zu stehen. Es wird durch eine Lederjacke und waffenähnliche Accessoires ergänzt, die Medeas Stachelpanzer aus Zorn und Rachsucht symbolisieren.

Also: Lest das Buch. Oder geht Shoppen. Vielleicht beides?  =)
Aber denkt daran: haec omnia sunt vanitates...   

Eure Héloise





Mittwoch, 30. Januar 2013

Creatio: Ultra Violet

Liebe LeserInnen,
spontan geschah es, dass ich mich in eine Farbe verliebte. Der oben gezeigte Look wird natürlich von mir "ershoppt" und Euch dann im Original zugänglich gemacht. Vielleicht ist es auch für die Eine oder Andere unter Euch eine Inspiration?

In diesem Sinn: haec omnia sunt vanitates,
Eure Hermia

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Captivitates: Mannheimer Wintersale

Anfang Januar sind wir in meine Geburtsstadt Mannheim gefahren - nirgendwo kann man sich besser in den Wintersale stürzen ^_^  Und das ist meine Beute:


Im H&M habe ich diesen Rüschenblazer im Sale ergattern können - ich liebe Blazer sehr und wer kann schon 50%-Rabatt widerstehen? ^_^                 


Dort durfte auch dieses Kleid mit halbdurchsichtigem Oberteil und Stickereien mit - ein Outfitpost wird folgen...

Gleich zwei Paar sind in meinem neuen Schuhregal eingezogen. Das schwarze Paar mit den hübschen transparenten Einsätzen stammt ebenfalls aus dem H&M. Die Absätze sind etwas dicker, sodass man sehr bequem gehen kann.

Ich suche schon länger nach einem Paar Schuhe mit etwas Gefunkel, aber bisher war mir alles Gesehene zu indezent. Dieses Paar Schuhe füllt die Lücke perfekt und ist definitiv eins der schönsten Stücke in meiner kleinen Sammlung. 

Auch ein paar kleine Accessoires durften natürlich nicht fehlen: Die schöne schwarz-goldene Statementkette habe ich schon auf Kleiderkreisel entdeckt, sie war aber schon reserviert, deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich sie in Mannheim wiedergefunden habe.
Die kleine Clutch von Six ist aus glänzendem schwarzen Material, das mit einer Art goldenem Netz überzogen ist. Sie ist sehr süss, aber viel mehr als ein Handy passt nicht hinein. 
Der Haarclip besteht aus einer Perlenblüte und schwarzen Federn mit grünem Schimmer, der sich mit der Kamera leider nur schwer einfangen ließ. Ich weiß noch nicht recht, wozu ich ihn tragen will, aber es ist so hübsch, dass ich nicht widerstehen konnte ^_^ 

In der Mannheimer Fußgängerzone gibt es eine kleine Boutique namens "Oscar", die ich bisher noch in keiner anderen Stadt gesehen habe. Sie hat eine große Auswahl an Kleidern, von No-Name bis Marken wie Rinascimento, und man findet dort immer ganz besondere Sachen. Ich war bisher wenig begeistert von Paillettenkleidern, aber bei Oscar habe ich zum ersten Mal roségoldfarbene Pailletten entdeckt und war sofort total verliebt in den hübschen Glanz... ich werde es vermutlich noch etwas umnähen, um es tragbarer zu machen.
                                                                                                                                                                           Und wo ich schonmal dabei war, hab ich mir auch noch diese kurzen goldenen Paillettenshorts geschnappt - die werde ich auch mal in einem Outfit vorführen ^_^

Irgendwie bin ich die letzten zwei Jahre total ohne Armbanduhr ausgekommen, aber ich wollte das schon länger ändern und jetzt konnte ich in Mannheim diese hübsche roségoldfarbene Uhr ergattern. Sie hat süsse verschnörkelte Ranken auf dem Ziffernblatt - viel hübscher als die doofe Handyuhr ^_^


Und da ich Materialmix bei Schmuck nicht mag, musste natürlich passender Schmuck gefunden werden: Ich liebe filigranen Schmuck wie dieses zarte Armband - ich trage viel zu selten Armschmuck, möchte es mir aber angewöhnen. Und diese süsse Katzenkette habe ich schon länger im Visier und jetzt ist sie meins! 

Habt Ihr den Wintersale auch kräftig ausgenutzt? Dann erzählt mir doch von Euren letzten Eroberungen ^_^

Trotz aller Jagdlust: haec omnia sunt vanitates,

Eure Héloise

Montag, 28. Januar 2013

Hermia versus Héloise Nr. 1: Von Röcken und Hosen...

Héloise sagt: 
Wenn es heißt "Hosen vs. Röcke", möchte ich gern 1000 Stimmen haben, um sie alle den Röcken zu geben. So hübsch manche Hosen auch sein können, ich finde dennoch, dass sie im Vergleich zu einem Rock immer unweiblich aussehen. Sie haben immer diesen Anschein des Praktischen, Sportlichen, Uneleganten - nicht umsonst waren die ersten Frauen, die Hosen tragen durften, Sportlerinnen oder Fabrikarbeiterinnen. 
Noch dazu sind Hosen sooo unbequem! Wenn ich eins nicht leiden kann, ist das fester unbeweglicher Stoff um die Beine - da lob ich mir den fließenden anschmiegsamen Stoff eines Rocks und das feine Gespinst schwarzer Strümpfe... ^_^

 Deshalb habe ich mir in den letzten Jahren eine Rocksammlung zugelegt, die mehrere Kleiderstangen füllt (und auch eine kleine Shortssammlung. Shorts zählen nicht, die sind quasi kurze Röcke, die vom Wind nicht hochgeweht werden können). Röcke sind so vielseitig, dass man problemlos in jeder Situation damit auskommt. Man ist in ihnen immer dieses dezente kleine bißchen overdressed, das einem ein besonderes Gefühl gibt. Sie sind stilvoll und bequem und feminin und gemütlich und elegant und bequem und sexy und komfortabel und adrett und hab ich schon "bequem" erwähnt? Ich muss es wohl nicht extra betonen (aber ich tu´s trotzdem): Ich LIEBE Röcke <3
 
So ganz ohne eine einzige kleine Ausnahme bin ich aber auch nicht ausgekommen - diesem pastelligen Blütenmuster konnte ich nicht widerstehen =>
 Und wo ich jetzt so drüber nachdenke: zu meinen verspielten viktorianischen Spitzenblusen könnte eine schwarze Lederhose doch ganz interessant aussehen... ähm, ich bin dann mal eben kurz shoppen...
Letztendlich: haec omnia sunt vanitates...   
Eure Héloise

Hermia sagt:
Tja, was soll ich als Dame von Welt Schlechtes über Röcke sagen? Zunächst einmal gar nichts. Aber so feminin, chic und elegant ein Rock auch sein mag, er wird niemals denn Coolness-Faktor einer eng anliegenden, extrem trendigen Lederröhre erreichen!

Eins ist ja mal sicher: Hätte Scarlett O’Hara ihre Ranch Tara in einer Röhrenjeans verteidigt, hätte sie sogar mit Mistgabel in der Hand gut ausgesehen. So praktisch und sportlich manche Hosen nun auch wirken mögen - mit den passenden Heels, angesagten Accessoires und einem Ladylike-Oberteil (vielleicht einer schönen Seidenbluse... hach ja *schmacht*) ist jede Frau einfach angezogen - und zwar gut!
 
Manchmal muss das weibliche Geschlecht auch einfach mal „Eier in der Hose“ zeigen (man verzeihe mir bitte den Straßenslang) und das kann man am Besten mit gut sitzenden Jeans…. niemals werden die Herren der Schöpfung eurem nett schwingenden Popöchen und durch die gute Mischung aus Baumwolle und Elasthan wohl geformten Beinen das Wasser reichen können! 

Um noch ein letztes Beispiel aus der Traumfabrik anzuführen: Könnt Ihr Euch etwa Selene, die hübscheste, coolste, toughste und bestaussehendste Vampirin aus Underworld, in einem Rock vorstellen? Ich sag’s Euch, niemals hat sich jemand schöner in einer Latexhose durch einen Betonboden geschossen!
In diesem Sinne: haec omnia sunt vanitates,      
Eure Hermia 

Eure Stimme ist gefragt! Was meint Ihr? Postet Euren Kommentar, wir sind gespannt!

Hic Nunc Ego...

So. Endlich mein allererster Post hier. Also: 

Ich bin Héloise und ich habe die kleine Angewohnheit, nein, besser: die Marotte, alle design- und kombinierbaren Objekte, im Besonderen Outfits, so lange zu arrangieren, bis sie perfekt sind - oder mir jemand den Gnadenschuss gibt. Das bei diesem Prozess entstehende Gedankenchaos wird es in Zukunft hier zu lesen geben, halb Modeblog, halb Therapiesitzung, sozusagen ^_^ 

Nein, ernsthaft: All diese Gedanken und Ideen, all diese Outfits sollen einmal in Wort und Bild festgehalten werden, sodass ich in 10 Jahren... ähm, meiner jugendlichen Schönheit nachtrauern... das eine oder andere bereuen... mir alle Kombinationen noch einmal vorführen kann.



Ein wichtiger Grund für mich, diesen Blog zu starten, ist auch die Hoffnung auf den Austausch mit gleichgesinnten Modesüchtigen ^_^ 

Bevor ich angefangen habe, Blogs zu lesen, hatte ich immer den Eindruck, dass die meisten Leute entweder überhaupt nicht auf ihr Äußeres achten oder weitgehend unreflektiert Trends nachahmen und zwar alle auf die selbe Weise o.O  

Inzwischen habe ich jedoch so viele kombinationsfreudige und stilsichere Bloggerinnen entdeckt und bin so begeistert von dieser Möglichkeit, Ideen zu teilen, andere Stile kennenzulernen und eigene Trends zu setzen, dass ich unbedingt ein Teil davon sein möchte.

Außerdem steht mein geliebtes Nähmaschinchen  schon viel zu lange in der Ecke und auch meine Modezeichnungen setzen langsam Staub an... Deshalb will ich den Blog zum Anlass nehmen, Outfit- und Designideen zu zeichnen und umzusetzen und beider Ergebnisse hier zu teilen.

Mein allererstes gepostetes Outfit sollte meinen Stil besonders gut wiedergeben. Typisch für mich sind hier:
  • die Farbkombination Schwarz + Creme + Apricot
  • das altmodische Element (Korsett)
  • fließende Stoffe und schwingender Rock
  • schwarze Strümpfe
  • Highheels
  • filigraner goldener Schmuck
  • Haarreif (mit Schleifchen <3)

Meine Freundin Hermia hat nicht nur einen sicheren Modegeschmack, sondern auch den entzückendsten Schreibstil der Welt, aber am Besten gefällt mir, dass ich sie so leicht anfixen kann =D Wir ergänzen uns perfekt und ich bin sehr froh, dass wir den Blog nun zusammen starten.




Und nun lasset die Spiele beginnen! Aber nicht vergessen: haec omnia sunt vanitates...

Eure Héloise

Sonntag, 27. Januar 2013

Salvete

und Willkommen auf unserem Blog „Et omnia Vanitas“!

Du bist ein/e Modefetischist/in oder möchtest es gern werden?
Du hast mehr Schuhe im Schrank als genießbare Lebensmittel in dessen Kühl-Pendant in der Küche?
Du hast das dringende Bedürfnis,Spiegel in Lebensgröße zu verschenken,um gewisse "Trends"im Keim zu ersticken?
Dann bist Du hier genau richtig!Ich schreibe hier als Hermia, meine Leidenschaft gilt ausgewählten Textilien und Fußbekleidungswaren...jeden Tag stürmen so viele Outfit-Reize auf mich ein, mein peripheres Nervensystem ist komplett überbelastet, dieser Blog ist meine letzte Rettung!

Alles,was ich zwischen die Finger bekomme, wird zunächst akribisch geprüft-und dann freue ich mich darauf, es mit Euch zu teilen.Und genau das tue ich auch jetzt!

Hier ist eines (meiner viel zu vielen...) Lieblings-Outfits:
-transparente Bluse in Altweiß mit abgesetzem Kragen und Knopfleiste in schwarz von Zara -Top:Tanktop in schwarz von American Apparel
-Hose: Trish Summerville Collection "Dragon Tattoo" schwarz Leder von H&M
-Schuhe: Vintage Second Hand Ankle Boots mit Schleifenverzierung und Perlen
-Accesiores dazu: Lederarmband (selbst gemacht)
-Schmuck: Doppelring Silber mit Zirkona und seitlicher Prägung von Jette Joop.

Rock 'n Roll-Chic,perfekt für den Alltag, ein bisschen edgy, aber das ist ja erst der Anfang…

Meine Freundin Heloise teilt mit mir diesen Blog um eine optimale Suchtberatung und –förderung für Euch zu gewährleisten^^ 
Spaß beiseite: Ich schätze Heloise ungemein für ihre Stilsicherheit und ihren ganz exquisiten Geschmack-wir beide zusammen ergeben den Molotow-Cocktail der FashionSzene;) 

Also seid gespannt und immer daran denken: Haec omnia sunt vanitates...

Eure Hermia

Incipit.

                                    Hier schreiben ab heute Hermia & Héloise.


"Mode ist nichts, was nur in Kleidung existiert. Mode ist in der Luft, auf der Straße, Mode hat etwas mit Ideen zu tun, mit der Art wie wir leben, mit dem was passiert." 
(Coco Chanel)

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